Aufbautechnik und indianische Bemalung aus der Pueblotradition

Meine Erfahrungen
Vor 25 Jahren begegnete ich der Pueblokeramik in einem Vortrag und einem Töpferkurs.
Von Beginn an gaben sich meine Hände dem Material ganz hin. Es fühlte sich an, als hätte ich nie etwas anders getan. Seitdem ließ mich der Prozess des Gestaltens mit Ton nicht mehr los. Durch eine langsame und indianische Aufbautechnik entstehen meine Gefäßformen. Je nach Inspiration werden diese mit Mustern oder Symbolen bemalt, die ihren Ursprung in der Pueblokeramik haben.

Es gibt verschiedene Varianten der Aufbaukeramik

Ursprünglichste Form:
Der Ton wird mithilfe der Daumen zu einer Kugel geformt. In diese geformte Kugel wird oben ein Loch gedrückt. Damit die gewünschte Form erreicht wird, muss die Kugel gedreht und bearbeitet werden. Dabei ist es wichtig, dass Boden und Wände in etwa die gleiche Stärke aufweisen. Geeignet ist diese Variante vor allem, um Schalen oder Vasen herzustellen.

Wulsttechnik:
Bei der Wulsttechnik wird zuerst der Boden des Gefäßes durch ausrollen erstellt. Anschließend werden in der Hand dünne Wülste aus Ton geformt. Diese Wülste werden übereinander geschichtet, bis sich eine entsprechende Form ergibt. Die Oberfläche des Tons wird außen und innen glattgestrichen, bis man das gewünschte Ergebnis erreicht hat.

Da bei der Aufbautechnik keine Töpferscheibe und kaum Werkzeug benötigt werden, bietet sich diese Technik hervorragend für Kindergeburtstage oder Workshops an.

Pueblotradition:
Pueblo heißt im spanischen Dorf. Verschiedene indianische Volksgruppen wie z.B. der Zunis und Hopis haben sich im Südwesten von Amerika sesshaft gemacht und angesiedelt. In den Stämmen entwickelte sich eine außergewöhnliche Keramiktradition. Die Gefäße sind mit eigener Bemalung je nach Volk und Familienclans gestaltet. Sie wurden zu Ritualzwecken oder als Gebrauchsware wie z.B. Wassergefäße und Gefäße für die Getreidelagerung benutzt.