Über Raku-Keramik

Raku ist eine besondere Brenntechnik und hat ihren Ursprung in Japan. Anders als bei den herkömmlichen Brennverfahren findet bei der Raku-Brennweise, aufgrund der starken Rauchentwicklung, das Brennen im Freien statt.
Wenn die Temperatur die Glasur bei ca. 1000 °C sichtbar geschmolzen hat, werden die glühenden Gefäße mit einer Zange aus dem Ofen entnommen und auf organischem Brennstoff wie Sägemehl, Laub, Stroh oder Heu in einem Behälter unter Luftabschluss abgelegt. Nachdem die Gefäße ausgeräuchert sind, werde sie in Wasser abgeschreckt und gesäubert.
Die Risse in der Glasur sind gewünscht und entstehen durch die plötzliche Abkühlung. Dieses Netz aus Rissen nennt man auch Craquelée.
Die farbige und metallisch aussehende Glasur kommt daher, dass sich die chemische Zusammensetzung teilweise verändert. So wird aus Kupferoxid grün und aus Kupfer rot.

Meine Raku-Erfahrung

Seit drei Jahren experimentiere ich mit dem Rakubrand. Mir gefällt dabei, dass Feuer, Erde, Luft und Wasser den Gefäßen einen eigenen Ausdruck verleihen. Ich kann zwar die Form und Glasur bestimmen, doch jedes weitere Gestalten bleibt den Elementen überlassen.
Bei der Reinigung des Gefäßes wird seine Farbe sichtbar – immer wieder ein überraschender Moment.
Das macht für mich den Reiz dieser Brennmethode aus.